Donnerstag, 21. Juni 2018

Aktion: 1000 für 1000

Heute ist Mitt-Sommer, und damit der längste Tag im Jahr!

In ganz Europa wird der offizielle Sommerbeginn gefeiert. Zwischen Konzerten und Sonnwend-Feiern machen wir uns außerdem Gedanken darüber, wie der Rest des Jahres an unseren neuen HUB-Standorten Kenya und Senegal aussehen wird.

Um den Start der Business HUBs in die Wege zu leiten, wird nun ordentlich gesammelt:

Die Aktion "1000 für 1000" soll das möglich machen. Das Prinzip ist einfach: jedes Business HUB steht für 100 gegründete Unternehmen, jedes Unternehmen für 10 oder mehr Menschen mit Arbeit. Mit einer Spende von 1000 € kann man als Unterstützer also automatisch 1.000 Jobs fördern und so vielen Menschen und Familien ein geregeltes Einkommen sichern.

Mehr Informationen zur Aktion gibt es auf unserer Website:

https://stiftung-managerohnegrenzen.de/aktion-1000-fuer-1000/

Wer direkt spenden möchte, der kann das ganz einfach hier tun:

https://www.helpmundo.de/helptools/kampagne/26_1000-fuer-1000

Wir freuen uns über viel Unterstützung und hoffen so, die HUBs so schnell wie möglich auf die Beine stellen zu können!


Sonntag, 17. Juni 2018

Fotograf Günther Ahner für die Stiftung managerohnegrenzen

Fotograf Günther Ahnert bei der Stiftung managerohnegrenzen
Wer zwischen Ludwigsburg und Stuttgart im Kessel unterwegs ist, der kennt ihn einfach:
Günther Ahner gehört zu den schillernden Persönlichkeiten der Szene, die sich zwischen öffentlichen Events und kulturellen Geschehnissen fortbewegen und mittendrin sind, statt nur dabei. 

Der Fotograf aus Ludwigsburg hat schon so einige spannende Menschen vor der Linse gehabt - umso mehr freuen wir uns über unsere neuen Team-Fotos und Website-Porträts, made by Günther Ahner, letzte Woche im Hauptquarter der Stiftung managerohnegrenzen in Stuttgart West.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für diese tolle "Spende" an Zeit und Arbeit, die Günther investiert hat und sind begeistert!

Team Stiftung managerohnegrenzen


Weitere Team-Fotos gibt's hier:
https://stiftung-managerohnegrenzen.de/team/

Günther Ahner auf Xing:
https://www.xing.com/profile/Guenther_Ahner/cv

Dienstag, 12. Juni 2018

Rückblick: Intensivseminar im Juni


Interaktion: Die Teilnehmer werden gefordert
Danke an alle Teilnehmer* und Akteure für das Intensivseminar am vergangenen Wochenende! Wie immer sind wir begeistert von den Möglichkeiten, die sich durch zwei gemeinsam verbrachte Tage eröffnet haben und hoffen, bald wieder Projekte mit "neuen" Managern ohne Grenzen besetzen zu können.

Aus ihrem Einsatz als Young Leader in Sambia erzählte Nora Dudene, die sich schon vorher durch regelmäßige Berichterstattung aus dem Projekt einen soliden Platz im ehrenamtlichen Team der Stiftung managerohnegrenzen gesichert hat. Gemeinsam mit Manager Jan Boshuizen stellte sie sich den Herausforderungen eines Projekts in der ländlichen Gegend Sambias. Unseren Teilnehmern berichtete Sie unter anderem von der Schwierigkeit, für uns alltäglich gebrauchte Management-Tools einzusetzen, die den Stand des Projekts zu bestimmen, um wirtschaftlich voran zu kommen.

Young Leader Nora (2.v.r.) im Kreise des MoG-Teams
Florian Haufe, vor einiger Zeit auch als Young Leader unterwegs und mittlerweile in Berufsleben angekommen, versetzte unsere Teilnehmer mit seiner Präsentation in seine Zeit nach Nepal: mit unserem Projektpartner vor Ort wurde an der Nachhaltigkeit des Unternehmens gefeilt, mit positivem Ende. Mittlerweile ist das Tourismus-Unternehmen von "Travelife" zertifiziert als "Sustainable Tourism Company".

Ein kleines Highlight war wohl die Direktschaltung nach Uganda: dort begrüßten wir Manager Stefan im Einsatz, der sich innerhalb seines Aufenthalts schon in einem zweiten Projekt zur Beratung befindet. Beide Projekte befinden sich in Uganda, haben aber jeweils komplett unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Grundvoraussetzungen. 

Intensivseminar Juni 2018
Filmemacher Sebastian
Diesen Unterschied, zwischen ländlichem Arbeiten in einem Sozialunternehmen und der Beratung eines recht strukturierten Unternehmens in der Hauptstadt Ugandas, arbeitete Stefan in seinem Live-Bericht heraus. Am Schluss blieb Zeit für die Fragen der Teilnehmer - näher am Einsatz geht kaum.

Zur Unterstützung und für ein richtiges Uganda-Feeling waren es in Stuttgart übrigens über 30 Grad: da konnte man schon einmal üben, bei hohen Temperaturen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Übrigens: der Mensch mit der Kamera heißt Sebastian und begleitet momentan ab und an das Team von Manager ohne Grenzen. Dranbleiben für Neuigkeiten!

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*Wir sind für Gender-Equality! Zur besseren Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Dies impliziert für uns keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.


Montag, 4. Juni 2018

Treffen mit James Shikwati in Berlin


Auf dem Balkon, mit Blick in den Berliner Dom
Letzte Woche fand in Berlin der Lunch Talk der Robert Bosch Academy statt, zu dem wir eingeladen waren um u.a. mit der ehemaligen Ministerin für auswärtige Angelegenheiten der Republik Ghana, Hanna Tetteh, über Afrikas neue Wege in der Globalisierung zu sprechen.

Auch James Shikwati, Gründer des Inter Region Economic Network (IREN) war zur Debatte geladen - gefolgt von Gesprächen und Networking, um sich über gemeinsame Ziele und Interesse auszutauschen.

v.l.n.r.: Bernd Roggendorf, Helene Prölß,
Mitra Bücke-Jahromi und James Shikwati
Am kommenden Tag trafen wir Shikwati außerhalb der Veranstaltung zur Besprechung der Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

Bernd Roggendorf, ehemaliger Manager ohne Grenzen und Gründer von EIDU hat uns dafür in seine Büroräume in den Berliner Dom empfangen - mit Blick in den Innenraum der Kirche. Zur Unterstützung kam Mitra Bücke-Jahromi hinzu, die als langjährige Unterstützerin die Stiftung managerohnegrenzen in Berlin repräsentiert.

Wir freuen uns auf die Zukunft und berichten auf dem Blog weiterhin über Neuigkeiten.
Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter für mehr News.

Stay tuned!

Montag, 28. Mai 2018

Gastbeitrag Nora Dudene: Abschluss in Petauke/Sambia

Young Leader Nora und Manager Jan sind zwar nun schon ein paar Wochen wieder zurück in Deutschland, den finalen Erfahrungsbericht unseres Tandems aus dem Projekt in Sambia wollen wir euch aber nicht vorenthalten. Viel zu spannend finden wir Noras Eindruck aus dem Landwirtschaftsprojekt in Petauke, für das sie mit Jan als Manager-ohne-Grenzen-Tandem nach Sambia gereist ist.
Was der Aufenthalt bewirkt hat, bei ihr und im Projekt:

Projektpartner Jon bei der Feldarbeit
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Die Woche nach Ostern sollte anstrengend werden. Nach der Halbzeit im Projekt wollten wir nun endlich den ganzen Worten Taten folgen lassen! Wir haben viele Menschen getroffen, Unternehmen besucht, mit Interessensgruppen gesprochen und die Besonderheiten im Petauke District untersucht. Wir haben Ideen entwickelt und uns Vorgehensweisen überlegt, diskutiert und über Herausforderungen gegrübelt. 

Doch was wollen und vor allem brauchen eigentlich die Menschen, die an Chakulya direkt beteiligt
sind, beziehungsweise aus dem Handeln Chakulya‘s einen Nutzen ziehen können? Wie kann es
Chakulya schaffen für die lokale Bevölkerung einen nachhaltigen Mehrwehrt zu generieren? 

Die nächsten Tage standen also ganz im Zeichen der wichtigsten Stakeholder der Chakulya Grain Company Ltd. So begann der Dienstag nach Ostern direkt mit einem positiven Treffen mit einem Vertreter der Reformed Church Zambia, die direkt an dem Unternehmen beteiligt ist. In diesem Gespräch stellte sich nicht nur heraus, dass die Kirche und die Diakonie sehr aktiv Projekte zur Bekämpfung der Unterernährung in Petauke unterstützt, welcher in ganz Sambia der von Unterernährung am stärksten betroffene District ist, sondern auch dass sie über eine große Menge an Informationen und Manpower in Bezug auf landwirtschaftliche Aspekte verfügt. Einer engeren Zusammenarbeit und einem Austausch des Knowhows stehen also nichts im Wege. 

Besuch der örtlichen Radiostation
Auch der Besuch bei der lokalen Radiostation, die fast die komplette Eastern Province sowie Teile Mosambik’s erreicht, war sehr erfolgreich. Da bereits persönliche Kontakte sowie eine regelmäßige Sendung mit landwirtschaftlichen Themen bestehen, nutzten wir diese Ausgangslage um eine Intensivierung der Zusammenarbeit zu vereinbaren. Chakulya und vor allem das Angebot zur Lagerung der Ernte der Farmer müssen bekannter werden, damit die Farmer ihre Produkte über das Jahr flexibel zu den bestmöglichsten Marktverhältnissen verkaufen können. Neben klassischer Radiowerbung soll Chakulya nun auch im Rahmen der regelmäßigen Sendung stärker promotet werden!

Radio-Interview mit Manager Jan
Mittwoch nutzten wir überwiegend zur Arbeit in unserem „Home Office“, einem Plastiktisch mit zwei Stühlen unter Palmen im Garten unserer Unterkunft. Denn für den kommenden Tag hatten wir Großes geplant: einen Workshop mit dem Board der Farmer’s Cooperative, die später einmal Mehrheitseigentümer von Chakulya werden soll. Denn wir wollten nicht einfach nur die Weißen sein, die es besser wissen und die betroffenen Menschen hier vor vollendete Tatsachen in Bezug auf die Zukunft von Chakulya stellen. Wir sind weder in Landwirtschaft ausgebildet, noch sind wir Experten für den Agrarmarkt und die besonderen Herausforderungen im ländlichen Sambia. Die Experten sind die Farmer und Bauern, die zum Teil seit Generationen in Petauke Landwirtschaft betreiben und im Board der Cooperative vertreten sind. Diese Menschen müssen ein Gefühl des Identifizierens und der Verantwortlichkeit mit und für das Unternehmen Chakulya entwickeln – sie müssen ein Gespür für ihre Position als Miteigentümer bekommen und somit die Motivation für Veränderung entwickeln!

Bepackt mit den vorbereiteten Plakaten und aufgeregt auf den bevorstehenden Tag, fuhren wir am folgenden Morgen zum Unternehmensgelände, begleitet von den fröhlichen Gesängen der Frauen, die wir auf der Ladefläche des Trucks ein Stück mitnahmen. Pünktlich im Sinne des afrikanischen Zeitverständnisses starteten wir mit knapp zwei Stunden Verspätung. Überrascht wurden wir, als der Chairman der Cooperative, John Mwanza, zunächst die Leitung übernahm und für UNSEREN Workshop eine Agenda erstellte. Doch es freute uns, trainierten wir ihn doch bereits seit 2 Wochen im Bereich des Leaderships, was er nun in die Tat umsetzte. Nach dem Gebet zur Eröffnung des Workshops, denn wie wir bereits lernten hat Religion einen unheimlich hohen Stellwert in der sambischen Gesellschaft, und ein paar Begrüßungsworten durch John, wurde uns das Zepter übergeben. 
Vorbereitung für den Workshop
Die kommenden Stunden waren gefüllt mit dem Entwickeln einer gemeinsamen Vision und Mission, dem Definieren gemeinsamer Werte sowie der Festlegung von Zielen für Chakulya. Mit einer klassischen Strategiepyramide als Grundlage, analysierten wir die Ausgangslage des Unternehmens genauer und ließen die Cooperative in Gruppenarbeit eine herkömmliche SWOT-Analyse durchführen. Von den Ergebnissen waren wir begeistert – zwar hatten wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht und Ideen vorbereitet, doch zeigte sich hier wieder, wer die lokalen Experten sind. Zu der Präsentation der sehr ausführlichen Lösung hatten wir nur wenige Punkte hinzuzufügen. In der folgenden Pause konnten wir uns sambisches Essen schmecken lassen, das auf einem innovativen „Rocket Stove“ gekocht wurde, den Jan auf dem lokalen Markt hat bauen lassen. Dieser verbraucht deutlich weniger Holz, arbeitet schneller und produziert vor allem bedeutend weniger Rauch, wogegen die Verwendung eines klassischen „3 Stone Fires“ bei vielen Frauen aufgrund des starken Rauchs zu schweren, gesundheitlichen Problemen führt. 

Nach dem Essen ging der Workshop weiter und die wohl bedeutendste Aufgabe stand uns bevor: mit einem Business Model Canvas wollten wir nun gemeinsam mit der Cooperative einen Weg für die Zukunft Chakulya’s entwickeln. Überraschend schnell füllten sich die verschiedenen Felder des Modells - zunächst mit Aspekten der aktuellen Situation, aber zunehmend auch mit Themen für die Zukunft Chakulya’s. Immer mehr deutete darauf hin, dass die Zukunft Chakulya’s vor allem in der Bereitstellung von Informationen für nachhaltige und innovative Landwirtschaft mit allem was dazu gehört gesehen wird. Wir entwickelten ein Konzept, das unsere gemeinsame Vision von Chakulya als „Leader for agricultural innovation and development in the Eastern Province of Zambia“ unterstützt.

Als „Center for knowledge and innovation“ soll Chakulya zukünftig neben dem bestehenden Geschäft der Ernteeinlagerung, als Beispiel in innovativer Landwirtschaft vorangehen und beispielsweise sogenannte demo plots anlegen, die die optimale Bewirtschaftung von Boden und Land zeigen, Diversifizierung promoten und somit die langfristige Verbesserung der Bodenqualität bewerben. Innovative Produkte, wie zum Beispiel eine Biogasanlage, die als Nebenprodukt hochwertigen Dünger produziert, Bienenstöcke, aber auch die Rocket Stoves sollen zukünftig promotet werden. Während sogenannter „field days“ oder in spezifischen Trainingseinheiten sollen sich die Farmer der Umgebung zukünftig weiterbilden können – große Infrastrukturprojekte in der Umgebung begünstigen diese Entwicklung. Auch die Thematik der Wertschöpfung wurde besprochen und sollte sich der Markt entsprechend entwickeln, ist die Anschaffung einer Mühle eine Option, die beispielsweise meali meal (Maismehl) produzieren kann.

"Rocket Stove"
Nach einem langen Tag beenden wir den Workshop mit einem Closing Prayer. Die Board Member der Cooperative hatten Spaß und konnten sich stark in die Entwicklung ihres Unternehmens einbringen und danken herzlichst für das, was sie von uns lernen konnten. Sie waren begeistert bei der Sache und haben in den Pausen enthusiastisch alles abgeschrieben, was wir gemeinsam auf den Plakaten erarbeitet hatten. Aber auch wir haben an diesem Tag wieder einmal viel über dieses faszinierende Land gelernt! Die Sonne geht langsam unter und wir machen uns auf den Heimweg in Richtung unserer Unterkunft – vorbei an Kühen, Ziegen und Hühnern, die scheinbar herrenlos durch die Umgebung ziehen, aber ein überraschendes Verkehrsverständnis zeigen und von der Straße springen, wenn wir in unserem Truck angerauscht kommen. All die kleinen und großen Abenteuer machen unsere Zeit hier zu etwas Besonderem mit vielen prägenden Eindrücken für die Zukunft.

Das Klima schafft einen – alles erscheint viel anstrengender und am Ende des Tages fallen wir todmüde ins Bett. Das Wochenende würde mit genug Arbeit auf uns warten: wir nutzen es für weitere Besuche bei Mitgliedern der Farmer’s Cooperative, das Mid Term Reporting für MoG und zur Auswertung des Workshops. Denn die Ergebnisse sollen in unserer letzten und finalen Woche im Projekt in einen konkreten Maßnahmenplan eingearbeitet werden!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Support our partners in West Uganda - Join our team!

Helena Jenaro und Kenneth Muwezi, Mbarara, März 2018
Das Projekt um SolarToday war für uns ein kleiner Meilenstein. 

Mit Managerin Andrea schickten wir das erste Mal einen Manager ohne Grenzen in ein Solarprojekt nach Uganda. Daraus hat sich eine erfolgreiche, fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt. Das Unternehmen wächst, vieles hat sich verändert. Und die Mitarbeiter schauen gerne in die Zukunft.

Gemeinsam waren unsere Kolleginnen Helena Jenaro und Christina Droll im März diesen Jahres bei SolarToday, um mit Unternehmer Kenneth Muwezi über weitere Schritte zu sprechen.


Dafür brauchen wir Ihr Know-How - als Manager ohne Grenzen im Folgeeinsatz in West Uganda!


Kontaktieren Sie uns noch heute:kontakt@managerohnegrenzen.deoder telefonisch:0711/2362390


...und direkt für das kommende Intensivseminar am 08.+09. Juni 2018 anmelden!




Montag, 21. Mai 2018

Reminder- Intensivseminar Juni 2018



Stop
Die letzten Plätze werden vergeben 

Es ist wie überall auch: wer zuerst kommt, ist dabei, wenn es in den Einsatz als Manager ohne Grenzen geht. Mit ca. 2 Monaten Vorlaufzeit können Sie, nach dem Seminar, in einem der ausgeschriebenen Projekte mitarbeiten.

https://stiftung-managerohnegrenzen.de/blog/projects/


Für die Einsätze ab Herbst empfehlen wir die rasche Teilnahme. Aber auch für alle anderen Planungen gilt: ohne Intensiv-Seminar kann keine/r in den Einsatz. Also immer besser, das  Seminar schon einmal absolviert zu haben. Danach geht es in die Detailplanungen, passend zu Ihrem Projekt-Einsatz.
Intensivseminar Februar 2018

Intensiv-Seminar
8. + 9. Juni 2018
Stuttgart

Anmeldeschluß:
4.Juni 2018

Informationen und Anmeldeunterlagen finden Sie hier

Manager sind nicht sozial- oder doch?

Über die Veränderungskultur in unserer Gesellschaft.
Gastkommentar von Helene Prölß im Magazin Wirtschaft& Ethik
 #Meinung.

Über das Vertrauen zu DEN Managern und ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung.

"Manager sind nicht sozial – oder etwa doch?"

Plastik-Tüten-Verbot in Kenia

Alltag in Nairobi- Rinder suchen Futter im Müll. Seit 2017 gibt es gibt ein Plastiktüten-Verbot, mit verblüffenden Erfolgen. 







Link zu einer aktuellen Reportage aus Kenia.

Samstag, 12. Mai 2018

Reminder: Zukunft Personal Nord kommende Woche


Wer sich im Raum Hamburg befindet hat kommende Woche die Möglichkeit, uns persönlich zu treffen und uns alle wichtigen Fragen zum Thema Projektarbeit im Ausland zu stellen.
Warum Hamburg?

Wir sind Teil der Personalmesse Zukunft Personal Nord und werden zwei Tage lang in Halle 1 am Stand A-21-1 Rede und Antwort stehen! Das besondere Highlight: Der Vortrag von MoG-Gründerin Helene Prölß über unsere Manager im Einsatz. Nicht verpassen!

Alle Daten im Überblick:

Personal Nord Hamburg: 15. + 16. Mai 2018
  • Messe Hamburg, Messeplatz 1, 20357 Hamburg
  • Stand in Halle 1, Nr. A-21-1, 
  • Vortrag am 16.4. in Praxisforum 1 um 16:20 Uhr

Thema der Vorträge von Helene Prölß:

Talk mit Helene Prölß
Was lernen wir in Afrika? Interkulturelle Life Performance
Global Corporate Expert Volunteering. Im Einsatz als Manager ohne Grenzen
Das Premium Leadership Training. Kurz, gezielt, einmalig.

Das erwartet Sie inhaltlich:
Es ist die Totalherausforderung: Leisten ohne Backoffice, in völlig fremder Umgebung und ohne warme Dusche? Das ist Global Corporate Expert Volunteering. Da kommt Wirtschaft und soziales Engagement zusammen und verbindet sich zum besten Leadership-Programm aller Zeiten. In Afrika. Oder sonst wo auf der Welt. Professionell geplant und begleitet.

Was kostet die Messe?
Für unsere Interessenten, Partner und Freunde haben wir einige Freitickets zu vergeben! 

Schreiben Sie uns auf kontakt@managerohnegrenzen.de mit der Anzahl der gewünschten Tickets und für welches Datum Sie sich interessieren (2-Tagesticket möglich). Wir melden uns mit Freiticket zurück!

Freitag, 4. Mai 2018

Einkaufen mit AmazonSmile: Unterstützung auf einfache Art

Einkaufen und Gutes tun? Kein Problem!
Amazon gibt angemeldeten Organisationen 0,5% der Einkaufssumme Ihrer qualifizierten smile.amazon.de-Käufe weiter - und wir sind dabei. Jede Summe zählt, um unsere Arbeit voranzutreiben!
Einfach smile.amazon.de eingeben, Konto verknüpfen, "Stiftung Manager ohne Grenzen" auswählen und loslegen.
Für Ihren Einkauf bleibt alles beim Alten. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass Sie spenden, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Das MoG-Team in Stuttgart und all unsere Projekte danken es Ihnen mit viel neuer Energie und guter Arbeit!


Montag, 30. April 2018

#mogStories 12: John, Sambia

John Mwanza beim Wässern der Farm
John Mwanza ist Farmer durch und durch. Geboren 1974 als eines von sieben Kindern lernte er schon früh was es bedeutet, mit Landwirtschaft seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit 20 Jahren beendet er die Highschool, die er sich ganze sechs Schuljahre selbst finanziert. Durch Gemüseanbau im Familienbetrieb sowie diverse Gärtnerjobs im Umland schafft er es, sich Schuluniform, Bücher und Schulgeld selbst zu finanzieren. Mit dem Abschluss in der Tasche und nach drei Jahren als Lehrer an einer ortsansässigen Schule bekommt er die Möglichkeit, ein College zu besuchen, um sich beruflich weiterzubilden. Doch die familiäre Situation lässt es nicht zu: John entscheidet sich dagegen, um den Hof der Familie und seine Mutter zu versorgen und zieht zurück auf die Farm.

John (2.v.r.) mit unserem Manager-Tandem bei der Radioshow
Durch harte Arbeit und gute Kontakte schafft er es, den Ertrag der Ernte zu vergrößern und geht erst eine Kooperation mit einer Grundschule ein, später versorgt er den Wochenmarkt mit Gemüse aus eigenem Anbau. Die Arbeit zahlt sich aus: als bester Bauer der Region wird John zum ersten Vorsitzenden des Komitees für Landwirtschaft gewählt und schafft es gleichzeitig, die eigene Familie und vor allem seine sieben Kinder zu versorgen. Doch der Erfolg bringt auch Schattenseiten mit sich. Durch die Eifersucht eines Konkurrenten entgeht John gerade so einem Mordversuch. Sein ehrlicher Umgang mit Korruption und falschen Geschäften kommt ihm zugute, die Polizei ist informiert und der Kontrahent verschwindet, taucht nie wieder auf. Ruhigere Zeiten stehen bevor.

Bis zum Jahr 2011, als die Saison ganz anders lief als gedacht. Statt Ende November kam der Regen schon Anfang Oktober. Die Folgen: eine Missernte, die sich auf die ganze, sambische Landwirtschaft auswirken sollte. Vier Jahre kämpfen John und seine Kollegen der Landwirtschaftsvereinigung für die Finanzierung von Lagerhallen. Durch diese könnten landwirtschaftliche Durststrecken mit richtig gelagerten Produkten in Zukunft überwunden werden. Seit dem Bau der Anlagen geht es wieder aufwärts.

John und Young Leader Nora im Projekteinsatz
John sieht sich nicht nur als Farmer: ehrenamtlich arbeitet er für eine Organisation, die Landwirten hilft, sich in der freien Wirtschaft zu behaupten. Durch Schulungen und Trainings schafft er so Motivation, der Armut und den Unsicherheiten im Land entgegen zu treten und sieht sich als Mentor, Trainer und Lehrer für andere. Und vor allem investiert er seine Zeit nicht nur in den eigenen Bedarf, sondern auch in die Community und die Zukunft der nachkommenden Generation. Momentan ist er dabei, seinen Anbau 100% auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Für die kommenden Jahre ist der Aufbau hauseigenen Shops angedacht. John lebt übrigens seinen Kindheitstraum: Farmer zu sein, und für die Gemeinschaft zu arbeiten. Ganz dem Beispiel seines Vaters nach.

Und durch die Arbeit von Jan und Nora für managerohnegrenzen? "...habe ich nun Familie in Deutschland, und sie haben nun Familie in Sambia. Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich über die Zeit die wir miteinander verbringen durften und die Erfolge, die wir gemeinsam erzielt haben."

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Über #mogStories



Mit #mogStories wollen wir Geschichten erzählen – die Geschichten derer, die uns bei der Stiftung managerohnegrenzen auf verschiedensten Wegen begegnen, mit denen wir zusammen arbeiten, die uns motivieren und berühren. Menschen mit Mut und Engagement, Größe und Überzeugung. Menschen die voranschreiten und nicht still stehen. Und deren Geschichten einfach mal erzählt werden müssen. Sie lassen uns Handeln. 
Business People Against Poverty.

Freitag, 27. April 2018

Gastbeitrag: Young Leader Nora's Erfahrungen in Sambia (Teil 3)


Nora (links) protokolliert 
Manager Jan und Young Leader Nora stehen nicht still. Der Besuch der Grain Company in Petauke wird zur großen Überraschung und unserer Tandem trifft eine Schlüsselfigur für den Erfolg ihres Einsatzes.

Nora Dudene schreibt:

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Noch in der Dunkelheit ging es los mit dem Bus in Richtung Petauke. Während unserer rasanten Fahrt kamen wir an zahllosen Menschen vorbei. Die Menschen hier in Sambia laufen und laufen und laufen scheinbar ziellos am Straßenrand. Kurz vor unserem Ziel hielten wir an einem Markt, wo uns nicht nur Bananen und gekochte Erdnüsse, sondern auch lebendige Hühner durch die Busfenster verkauft werden sollten.

Lagerhalle der Grain Company
Angekommen in Petauke, brannten wir darauf mit der Projektarbeit endlich loszulegen. Nachdem wir Emmanuel, den Projektkoordinator, überzeugen konnten, dass wir uns nicht ausruhen müssen, fuhren wir bereits an diesem Nachmittag zum Gelände der Chakulya Grain Company. Diese liegt etwas abseits der Hauptstraße, dennoch strategisch optimal inmitten von mehreren Dörfern, die rein von der Landwirtschaft leben. Auch die Straße, an der Chakulya liegt, soll in naher Zukunft geteert werden, da diese direkt zum Palast des lokalen Chiefs führt. Schon von weitem sahen wir die zwei großen Lagerhallen, in denen im Optimalfall bis unter die Decke Maissäcke gestapelt sein sollten. Doch beim Betreten der Hallen sahen wir, warum Chakulya um Unterstützung durch Manager ohne Grenzen gebeten hatte. Während die eine Halle nicht mal zur Hälfte ausgelastet ist, steht die zweite Halle komplett leer. Mit diesen ersten Eindrücken fuhren wir zu unserer Unterkunft und berieten über unsere ersten Ideen. Durch den heftigen Regen war der Strom mal wieder ausgefallen, weshalb der Abend früh endete.

Am nächsten Morgen ging es dann endlich richtig los. Zunächst trafen wir John Mwanza, Board Member von Chakulya sowie der Chairman der Farmer’s Cooperative, die ein Shareholder von Chakulya ist und später Mehrheitseigentümer werden soll. Er führte uns über seine Farm und erzählte uns allerhand über die Art und Weise, wie er nachhaltig Landwirtschaft betreibt und was seine Pläne für die Zukunft sind. Bereits während diesem ersten Treffen wurde uns somit klar, dass John sehr bedeutend für den weiteren Weg von Chakulya und dessen Erfolg sein wird. Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Besuch verschiedener Unternehmen, die mit dem Handel von Agrarbedarf und Agrarprodukten beschäftigt sind.

Freitag sollte besonders werden. Früh machten wir uns auf den Weg, denn den Chief lässt man nicht warten - wenn dann lässt er uns warten. Damit der Chief über unsere Anwesenheit und unser Vorhaben in seinem Chiefdom informiert ist und wir ihn somit nicht übergehen, ist es wichtig, dass wir unser Vorhaben in einem persönlichen Gespräch vortragen. Schnell wurde uns klar, dass in diesem Chiefdom alles etwas traditioneller abläuft. Nachdem uns durch den Assistenten Einlass gewährt wurde, mussten wir uns gemeinsam vor dem Chief niederknien und klatschen, bis er uns ein Zeichen gab, dass wir uns setzen durften. Und dann geschah etwas, womit wir nicht rechneten.

Jan auf einem Feld der Farmers Coop.
Nachdem Emmanuel uns vorgestellt hatte und unser Vorhaben erklärte, begann der Chief zu klatschen. Er erklärte, dass er und sein Volk durch unsere Anwesenheit geehrt seien und dass sich alle vor uns niederknien müssten. Er sprach uns seinen Segen sowie Unterstützung aus, betonte die Wichtigkeit von Chakulya für die lokale Bevölkerung und wünschte uns viel Erfolg für unseren Einsatz. Zum Abschluss knieten wir uns erneut hin und klatschten, bis uns das Zeichen zum Verlassen des Palastes gegeben wurde. Im Nachhinein erfuhren wir, dass das Treffen somit sehr erfolgreich und auch wichtig war, da in Sambia der Chief die Hoheitsrechte über die Vergabe von Land besitzt und somit Chakulya in seinen Gunsten steht.

Das Wochenende wollte man uns freigeben, damit wir uns ausruhen konnten. Doch wir hatten so viel Energie und solange darauf gewartet in Petauke endlich tätig werden zu können, dass wir darauf bestanden, an Wochenendaktivitäten teilzunehmen. Nachdem Emmanuel den ungläubigen Kollegen dies mitteilte, sagte er nur: „These people do not rest!“

Am nächsten Tag veranstaltete John einen „Field Day“. Er hatte drei verschiedene Sorten Mais angebaut und unterschiedlich gedüngt. Zu dem Field Day war die lokale Farming Community eingeladen und wir verfolgten begeistert, wie enthusiastisch und interessiert die verschiedenen Sorten diskutiert wurden. Die besten Ergebnisse hatte die Sorte erwirtschaftet, die mit organischem Dünger gefüttert wurde. So funktioniert also Knowhow-Transfer mitten im Busch in Sambia. Nur um nochmal zu betonen: wir sprechen von Farmern, die aus einer europäischen Sichtweise im kleinsten Umfang arbeiten. Überwiegend erfolgen die Arbeiten händisch oder mit der Unterstützung durch von Kühen gezogener Pflüge. Einen Traktor habe ich noch auf keiner der von uns besuchten Farmen gesehen. Zum Abschluss des Tages stellte John die sambische Gastfreundlichkeit unter Beweis und wir wurden bei seiner Familie zum Essen eingeladen. Während wir das köstliche Essen verspeisten, beobachteten John’s Kinder und die der Nachbarn jeden unserer Bissen und fotografierten uns, da sie dachten, dass wir ihr sambische Essen nicht essen könnten.

Den Sonntagmorgen nutzen wir für den Besuch eines Gottesdienstes, der von der Reformed Church Zambia gehalten wurde, die ebenfalls ein Shareholder in Chakulya ist. Wir wurden besonders durch die Gemeinde begrüßt und auf eine separate Bank auf Höhe des Altars gesetzt. Diese Sonderbehandlung empfanden wir fast als unangenehm, doch die wunderschönen Gesänge versetzten uns schnell in ein Gefühl von Gemeinschaft und Geborgenheit. Auf dem Rückweg des Gottesdienstes stoppten wir am Haus eines alten Kriegshelden, um Guaven zu kaufen, und lauschten seinen Erzählungen über den Widerstand gegen die Italiener im zweiten Weltkrieg. Bei einem sambischen Bier ließen wir den Tag ausklingen und bereiteten unseren eigenen Schlachtplan für die nächsten Tage vor.

Maisanbau in Petauke
Die folgenden zwei Tage waren gefüllt mit Besuchen der lokalen Schulen, des Krankenhauses sowie zwei weiterer „Chief Assistants“, um unser Vorhaben zu erläutern und die Gegend und Menschen sowie derer Bedürfnisse zu verstehen. Bei dem Besuch einer Presse für Sonnenblumenöl konnten wir vorteilhafte Geschäftskontakte initiieren und der Besuch der staatlichen „Food Reserve Agency“ gab uns eine andere Sichtweise auf den Umgang mit Mais als Hauptnahrungsmittel. Bei dem Besuch von einer Dame der NGO „SNV“, die ein Projekt für den Bau von Biogasanlagen durchführt, erfuhren wir mehr über die Vorteile, aber auch die Voraussetzungen für den Bau einer solchen Anlage. Nach einem Tag gefüllt mit Papierkram, führten wir ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit dem Großteil der Board Members der Farmer’s Cooperative. Wir wollten verstehen, warum das Angebot von Chakulya nur beschränkt genutzt wurde und welche Möglichkeiten es für die Zukunft gibt Dieses Gespräch führte zu der Idee gemeinsam mit den Hauptakteuren der Cooperative in der folgenden Woche einen Workshop durchzuführen, um einen gemeinsamen Ansatz für die Zukunft Chakulya’s zu entwickeln, mit dem sich alle Beteiligten identifizieren und somit ein Gefühl der Verantwortlichkeit für das Unternehmen zu schaffen!

Die Dinge funktionieren hier mehr oder weniger auf ihre eigene Art und Weise. Die Menschen erwarten viel von uns und arbeiten sehr motiviert und engagiert mit uns zusammen, aber auch wir müssen uns in verschiedenen Punkten anpassen. Wir sind in einem fremden Land. Wir lernen uns in Geduld zu üben und etwas herunterzukommen. Auch das gehört zu einem Projekteinsatz in einer grundsätzlich verschiedenen Kultur.

Nach ein paar entspannten Ostertagen müssen wir nun aufpassen, dass wir nicht selbst in die afrikanische Gemütlichkeit fallen. Vollgetankt mit frischer Energie beginnen wir die neue Woche. Wir haben spannende Dinge geplant, durch die wir Chakulya Grain gemeinsam mit den beteiligten Personen auf Erfolgskurs bringen wollen!

Donnerstag, 19. April 2018

Stefan Meier: Projektarbeit in Tororo/Uganda

Stefan, die Gründer Francis und Rosemary, sowie der Schulleiter
"Endlich geht es los!" Stefan Meier hat es geschafft: die lange Wartezeit hat ein Ende. Er nutzt die Zeit zwischen zwei Jobs, um die nächsten 11 Wochen für die Stiftung managerohnegrenzen in Uganda tätig zu sein. Seit dem Seminar im Februar konnte er es kaum noch erwarten sich in das Abenteuer zu stürzen.

Start der Reise ist in Hamburg. Über Brüssel geht es nach Uganda, mit Zwischenstopp in Ruandas Hauptstadt Kigali. Am späten Abend kommt Stefan müde in Entebbe an, etwa eine Stunde südlich von Kampala. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Passkontrolle, die guten Nachrichten: Projektmitglied Joshua und Fahrer Joseph stehen schon am Ausgang bereit, um mit ihm 3,5 Stunden bis nach Jinja zu fahren. Keine weitere Wartezeit am Flughafen vorprogrammiert.

Office: eingerichtet!
Jinja liegt auf halber Strecke zwischen Kampala und Tororo, Zielort der heutigen Reise und Standort unseres Partnerprojekts. Die viertgrößte Stadt Ugandas hat gleich mehrere Highlights zu bieten. Zum einen führt ganz in der Nähe der Weiße Nil aus dem Viktoriasee, und zieht sich weiterhin durch bis ins Mittelmeer. Die abenteuerlichen Strömungen des Nils laden zum Wildwasser-Rafting ein und der Viktoriasee zum gemütlich Verweilen am Ufer. Stefans nächster Morgen fängt daher gut an: beim Frühstück mit Blick auf den schönen Viktoriasee wird ihm zum ersten Mal bewusst, in Uganda angekommen zu sein.

Stefans erste Herausforderung: Pünktlichkeit spielt in Ostafrika eine andere Rolle als im gewohnten Deutschland. Als er eine Stunde "zu spät" im Hotel abgeholt wird begrüßen ihn Joshua und Joseph lächelnd mit den Worten: "This is Uganda time!" - in Zukunft lässt sich unser Manager morgens also etwas mehr Zeit fürs Frühstück. Gewohnheit ist ja schließlich relativ.

Begehung der projekteigenen Reisfelder
Über einige Straßen und Feldwege geht es schließlich fast an die Grenze Kenias nach Tororo. Das Wahrzeichen der Stadt, ein herausragender Fels, steht zur Begrüßung wie immer fast 300 Meter über der Stadt und auch Francis und Rosemary, die Gründer des Partnerprojekts, haben sich schon auf Stefans Ankunft vorbereitet. Einer herzlichen Umarmung folgt die Tour durchs Projekt, einem Trainingscenter für Schulabgänger, welcher der ländlichen Bevölkerung die Möglichkeit geben soll, in diversem Handwerk ausgebildet zu werden. Von der Frisörin über den Tischler, Landwirtschaft bis hin zu Elektrotechnikern - in der "Berufsschule" stehen den jungen Leuten diverse Möglichkeiten der Fortbildung offen um sich nach Abschluss ein geregeltes Einkommen zu sichern. Im ländlichen Uganda keine Selbstverständlichkeit.

Stefan und Francis bei einer Schulinternen Veranstaltung
Die kommenden Tage verbringt Stefan mit Besuchen und Gesprächen, um die Hintergründe des Projekts besser kennenzulernen. Im Grunde ist die Schule ein Social Business: die Jugendlichen bezahlen einen kleineren Betrag, von dem die Kosten ihres Aufenthalts gedeckt werden soll. Das Gründerehepaar würde sich in Zukunft auch gerne ein Gehalt ausbezahlen, was bei der momentanen Situation definitiv nicht möglich ist. Bisher wurde viel Vermögen und Anstrengung investiert, um den Traum der Gemeinnützigkeit zu realisieren. Mit Stefans Hilfe soll nun ein Konzept entwickelt werden, wie sich diese Mühe auf Dauer auch lohnt - mit vorhandenen Mitteln sollen mehr Einnahmen erwirtschaftet werden Mit Canvas-Modell und Business-Analysen geht es die kommenden Wochen weiter an die Substanz des Sozialunternehmens und schon jetzt sind sich beide Seiten einig: man ist einander viel Wert und die gemeinsame Zeit wird bis zum letzten Tag voll ausgenutzt.

Übrigens: Stefan hat genügend Zeit mitgebracht, um seinen Aufenthalt und seine Energie in zwei Projekte zu investieren. In ein paar Wochen "zieht" er deshalb nach Kampala, um dort ein Solarunternehmen als Folgeprojekt im Finanzwesen zu beraten. Wir sind gespannt!

Dienstag, 17. April 2018

Stiftung managerohnegrenzen on tour! #1: Kampala/Uganda

Auf Business-Tour in Ugandas Hauptstadt
Projektreise: für managerohnegrenzen durch Ostafrika

Für die Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern ist vor allem eines wichtig: der persönliche Kontakt, um sicherzustellen, dass das Know-How unserer Manager an der richtigen Stelle eingesetzt wird.

In der Regel werden die wichtigen Fakten von unserem Büro in Stuttgart aus geregelt: der Erstkontakt, die Bearbeitung der Anträge (sowohl die der Projekte, als auch die Bewerbung unserer Manager auf ein Projekt), als auch die Sicherstellung der Unterkunft während des Einsatzes.
Umso schöner war es für uns, mal wieder mit einem Team der Stiftung managerohnegrenzen in Ostafrika unterwegs zu sein, um in Uganda und Kenia unsere laufenden und zukünftigen Projekte zu besuchen. Projektmanagerin Helena Jenaro und Content-Managerin Christina Droll reisten dafür im März 2018 gemeinsam durch beide Länder und kamen mit vielen neuen Erfahrungen und Kontakten zurück.

Im Interview: Eine Unternehmerin im Lusaka Village/Kampala
Startpunkt Kampala

Viele unserer aktuellen Projekte befinden sich in der Hauptstadt Ugandas, die sich momentan vor allem mit innovativen Solarunternehmen einen Namen macht. Die Szene der Solarenergie war auch für uns der Grund, Kampala als Startpunkt einer zweiwöchigen Projektreise zu sehen.

Nur wie kommt es, dass gerade Kampala sich als eine der Hauptstädte unserer Arbeit entwickelt? Ein klassischer Domino Effekt: der erste Einsatz eines Managers in einem Unternehmen, welches Solarenergie bis hin zur ländlichen Bevölkerung Ugandas bringen möchte, lief außerordentlich erfolgreich. Schnell hatte sich die Nachricht über die effiziente Arbeit unseres Managers verbreitet und in kürzester Zeit lagen uns diverse Anträge von Projekten auf dem Tisch, die sich mit Solar als Möglichkeit der Energiegewinnung auseinandersetzen. Dominoeffekt auf Business-Niveau!

Film- und Fotoaufnahmen zur Berichterstattung
Erfolgsgeschichten und neue Herausforderungen

Viele Partner in einer Stadt: die beste Voraussetzung für eine Projektreise. Wir hatten einerseits die Möglichkeit, neue Projektpartner zu besuchen, um einen ersten persönlichen Eindruck davon zu bekommen, was unsere zukünftigen Manager in ihrem Einsatz erwartet. Zusätzlich blieb Raum, offene Fragen zu klären, und letzte Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Der vielleicht beste Teil der Arbeit? Das Treffen aktiver Projekte, welche in der Vergangenheit schon mit einem Manager zusammengearbeitet haben. Zu sehen, was sich seit der Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen bewegt hat ist für uns ein Grund mehr, die Energie in unsere Arbeit zu stecken, die es braucht, damit es auch in Zukunft noch mehr Erfolgsgeschichten geben wird.

Bei unseren Partnern von Aptech Africa
Unser Fazit der ersten Tage in Uganda: ein Treffen schafft immer eine persönliche Verbindung, die für unsere Arbeit grundlegend wichtig ist. Denn mit unseren Managern im Einsatz schaffen wir nicht nur die Möglichkeit für wirtschaftliches Wachstum in den jeweiligen Ländern - wir ebnen auch den Weg für kulturellen und menschlichen Austausch. Und der darf trotz 'Business' nicht zu kurz kommen.

Freitag, 13. April 2018

Startschuss bei Solar-Unternehmen in Kampala/Uganda

Inga Stein im Seminar, Juni 2017
Für Managerin Inga Stein und Young Leader Svenja Liersch ging es Anfang der Woche nach Kampala. Beide Frauen nahmen unabhängig voneinander an verschiedenen Intensivseminaren teil und wurden anschließend einander vorgeschlagen, gemeinsam in den Projekteinsatz als Tandem zu starten.

Young Leader Svenja Liersch beim Februar-Seminar in Stuttgart
Der Auftraggeber und Projektpartner vor Ort ist ein Solar-Unternehmen, welches sich seit einem guten Jahr auf dem Solarmarkt Ugandas etabliert hat. Mit ihrem Hauptsitz in Kololo hat das junge Unternehmen jetzt schon einen weiten Kundenkreis, möchte jedoch ihre hochwertigen Heimsysteme zur Nutzung von Solarstrom weiter verbreiten. Die Vision des Startups ist es, saubere Energielösungen für Haushalte bereitzustellen, die keinen Zugang zum Hauptstromnetz Ugandas haben. Für die weiteren, strategischen Abläufe innerhalb des Betriebs haben sie deshalb Unterstützung der Stiftung managerohnegrenzen angefragt. Diese sollen in Zusammenarbeit mit Inga und Svenja nachhaltig verbessert werden.

MoG zu Besuch im Projekt, März 2018
Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung ging die Arbeit Mitte der Woche schon richtig los. Den Anfang machte eine Mitarbeiterbefragung: diese ist wichtig für unser Tandem, um die internen Prozesse zu verstehen und durchleuchten zu können. Nur auf dieser Grundlage kann offengelegt werden, welche Veränderungen nötig sein werden, um dem Energieunternehmen Wachstum zu verschaffen. Gleichzeitig lernen Inga und Svenja jeden einzelnen Mitarbeiter persönlich kennen und bauen dadurch ein Vertrauensverhältnis auf, welches den Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit legt.

Weitere Berichte aus dem Projekt bald wieder hier auf unserem Blog!

Dienstag, 10. April 2018

Treffen mit James Shikwati

James Shikwati und Projektmanagerin Helena Jenaro
Die letzte Woche war doppelt erfolgreich:

Zum Einen konnten wir auf der Frühlingsmesse Stuttgart wieder überzeugen und neue Interessenten für unsere Arbeit als Stiftung gewinnen. Danke an alle engagierten Kollegen und Ehrenamtlichen, ihr habt tolle Arbeit geleistet!

Zudem haben wir etwas geschafft, was uns leider bei unserem Besuch in Nairobi nicht gelungen ist. Wir konnten James Shikwati treffen, kenianischer Ökonom, Direktor des Inter Region Economic Network (IREN) und bekennender Gegner der klassischen Entwicklungshilfe. Wer schon bei uns im Seminar war weiß, dass wir Shikwati's Beispiel gerne in Form eines Videos präsentieren, um den Widerspruch der Entwicklungshilfe in Ostafrika deutlich zu machen.

Meeting mit Stephan Bruckmeier vom Hope Theatre Nairobi
Denn als Experte für Afrikas wirtschaftliche Entwicklung weiß er: einfach Geld geben reicht nicht. Oder schlimmer noch: durch gespendete Gelder werden jene Regierungen stabilisiert, die durch ihre repressive Politik Macht über ihre Völker behalten. Der Schlüssel zur Veränderung liegt laut Shikwati in der Gründung von Unternehmen, um das wirtschaftliche Wachstum intern zu unterstützen. Damit teilt er eine Meinung, die wir als Stiftung managerohnegrenzen seit vielen Jahren vertreten und spricht sich offiziell als Unterstützer unserer Arbeit aus.

Durch das Treffen fand ein reger Austausch statt, weshalb wir uns freuen, in Zukunft mit James Shikwati und seinem Team kooperieren zu dürfen.

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Das sagt Shikwati zur Arbeit von managerohnegrenzen:



Montag, 9. April 2018

Kolumbien: Karsten Xander in Südamerika

Karsten beim Coaching
Schon beim Intensivseminar im Februar war für Karsten Xander klar: er geht nach Südamerika, ein anderer Kontinent kam für den ehemaligen Manager und Vorstands eines großen, internationalen Unternehmens nicht in Frage.

Schnell waren die Einzelheiten geklärt und Karsten befindet sich nun seit etwa vier Wochen im Projekteinsatz im Valle del Cauca / Kolumbien, wo er mit einer Stiftung zur Unterstützung von SozialunternehmerInnen zusammenarbeitet.

Kakao-Anbau in Kolumbien
Vor allem die Arbeit mit einer Kleinbauern-Kooperative im Bereich Kakaoanbau steht hier im Fokus: diese soll gegen soziale und natürliche Risiken widerstandsfähig gemacht werden, um eine nachhaltige Entwicklung zu sichern - für die Bauern selbst, sowie auch für die nachfolgenden Generationen. Dieses Ziel soll durch die Einführung eines Bewirtschaftungssystems erreicht werden, welches den Kleinbauern den direkten Zugang zum Markt ermöglichen soll.

Vor allem der Einsatz von neuen Medien sollen bei dem Vorhaben helfen: moderne Cloud-Technologien werden anhand von Tablets weitergegeben. Diese sollen dazu beitragen, die Bauern in der Region zu vernetzen und daraus eine Kooperative aufzubauen. Ein großer Schritt für die Kleinbauern der Region, welcher große, positive Ausmaße annehmen könnte.

Viel mehr noch: die angehende Kooperation hat große Pläne, den europäischen Markt mit ihren Waren zu erreichen. Mit der Unterstützung von Karsten Xander haben sie dafür jetzt schon einen Grundstein gelegt.

Neues aus Indien: das Projekt geht weiter

Nicola im Gespräch mit dem Management-Team
Im November 2017 hat Nicola Jost ihren Einsatz im Süden Indiens begonnen. Sie unterstützte eine Organisation, die sich in einer sehr abgelegenen Gegend für die Bedürfnisse von stark benachteiligten Randgruppen engagiert. 

Ziel des Einsatzes war die Definition von Handlungsfeldern für den Aufbau einer nachhaltig tragfähigen Organisationsstruktur sowie die Erarbeitung eines Rahmens für ein langfristig orientiertes Projektmanagement. Aufbauend auf ihrer Projekt- und Führungserfahrung konnte sie gemeinsam mit dem Management vor Ort und externen Partnern in zwei Monaten intensiver Zusammenarbeit sechzehn Ansätze für die entsprechende Weiterentwicklung der NGO formulieren. 
Kick Off: Steering Commitee
Die Ansätze wurden priorisiert und in eine Projektstruktur gegossen, um gezielt weiterverfolgt werden zu können. Für das sogenannte "Chrysalis"-Projekt wurden Verantwortlichkeiten und eine Terminschiene abgestimmt, außerdem wurde ein Steuerkreis ins Leben gerufen. Dieser tagt vierteljährlich, verfolgt den Fortschritt des Projektes und trifft zukunftsweisende Entscheidungen. Im Kick-Off mit dem Steering Committee, das zum Teil aus externen Partnern besteht, erhielt das Team tolle Kritik und wurde durch Unterstützungszusage aller Beteiligten belohnt.
Eindrücke aus dem Projekt
Ein Teilprojekt des "Chrysalis"-Projekts beinhaltet die Etablierung von eigenen Einnahmequellen, um die Nachhaltigkeit der Organisation zu sichern bzw. die Abhängigkeit von externen Unterstützern zu reduzieren. 
Unsere nächste Managerin ohne Grenzen wird ab Juli 2018 vor Ort sein, um das NGO-Management-Team bei dem Vorantreiben des Themas zu unterstützen. Wir werden auch ihre Reise begleiten und freuen uns schon auf ihre Zwischenberichte aus Kerala/Indien!