Montag, 29. Januar 2018

Helene Prölß in der Esslinger Zeitung: ein Kommentar

Die von CDU/CSU und SPD unterzeichneten und veröffentlichten Sondierungspapiere der laufenden Koalitionsverhandlungen geben ein großes Versprechen. Die Ziele, die sich die Parteien gesetzt haben, scheinen mutig - so ist es nicht verwunderlich und gleichzeitig erleichternd zu wissen, dass zur Halbzeit der kommenden Regierung nach zwei Jahren deren Umsetzung ausgewertet wird.

Ein Zeitungsartikel der Esslinger Zeitung bezieht sich bei der Auswertung der Themengebiete auf die regionale Wirkung, die die Pläne von Merkel & co. verfolgen. Zwischen Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bildung steht hierbei auch die Entwicklungszusammenarbeit im Fokus. Die von Union und SPD genannten Ziele, Fluchtursachen zu bekämpfen, indem man sich für Menschenrechte und faire Handelsstrukturen einsetze, stehen damit im Raum. Gründerin Helene Prölß wurde eingeladen, im Sinne der Stiftung managerohnegrenzen Stellung zum Thema zu beziehen:


„Die Erhöhung von Geldern der Entwicklungszusammenarbeit ist dringend erforderlich“, sagt auch Helene Prölß, Geschäftsführerin der Stiftung managerohnegrenzen. „Auch wenn es skurril klingt, wie es das Koalitionspapier vorsieht, dass sie für Nothilfe in Krisengebieten ausgegeben werden soll, an denen wir militärisch selbst beteiligt sind. Wesentlich erscheint uns, dass diese Gelder der Entwicklungszusammenarbeit, außerhalb von Nothilfemaßnahmen, in die richtigen Kanäle fließen. Die bisherige ‚Entwicklungshilfe‘, die weiter Abhängigkeit und Unselbständigkeit fördert, muss endlich aufhören. Nur aus einer unternehmerischen Entwicklung, die zu Klein- und Mittelstand führt, kann Armut überwunden werden. Gelder müssen dort eingesetzt werden, wo auch gesellschaftlicher Impact entsteht, der Hundertausenden von Menschen ermöglicht, endlich ihr eigenes Einkommen zu generieren und sie damit unabhängig von Spenden und Zuwendungen werden. Wenn ich immer wieder Tausende von Männer und Frauen schule, muss ich danach die Frage beantworten können: ‚Wie viele Menschen verdienen jetzt damit ihr Geld? Alle?‘ Erst wenn das gelingt, haben wir Fluchtursachen beseitigt.“

Den ganzen Artikel gibt es hier online bei der Esslinger Zeitung gegen einen Tagespass einzusehen.



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