Dienstag, 6. Oktober 2015

TTIP & CETA stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!

TTIP und CETA sind die geplanten Handelsabkommen zwischen USA und EU bzw. Kanada und EU. Beide sind umstritten, da weitreichende Auswirkungen auf Umwelt-, Sozial- und Verbraucherschutzstandards zu befürchten sind. Auch Schwellen- und Entwicklungsländer sind betroffen. Diese genießen im Rahmen  des sogenannten Generalised Scheme of Preferences (GSP) Zollvergünstigungen oder gar -freiheit. Können die USA dank TTIP ihre subventionierten Agrarprodukte zollfrei auf den europäischen Markt bringen, verpuft der GSP Vorteil. Handelsströme werden von den Entwicklungsländern weggelenkt, die Armut wächst, mit der Konsequenz von steigender Armutsmigration.

Unter dem Titel "TTIP & CETA stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!" findet am Samstag, 10. Oktober 2015 eine Großdemo in Berlin statt. Details unter:  http://ttip-demo.de/home/

Einige Zitate zum Thema: 

Jürgen Maier, Forum Umwelt und Entwicklung, Geschäftsführer:
"Bis 2030 wollen die UN-Staaten den weltweiten Hunger beenden. Aber wichtige UN-Akteure wie die USA, die EU oder auch Deutschland wollen mit TTIP die weltweiten Handelsströme umlenken und zu Gunsten ihrer Agrarindustrie gestalten. Verlierer sind Kleinbäuerinnen, zum Beispiel in Afrika, denen jegliche Lebensgrundlage entzogen wird. So werden wir eine Welt ohne Hunger nie erreichen."

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:
"CETA, TTIP und TiSA sind eine Verlängerung der unheilvollen, die Gesellschaft spaltenden und die Natur erniedrigenden Politik des Neoliberalismus. Wir wollen keine ›Wirtschafts-NATO‹, keine Privatisierung der Demokratie und keine Paralleljustiz. Wir wollen nicht in die Geiselhaft multinationaler Konzerne genommen werden."

Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt, sagte: „TTIP ist auch ein Versuch, dem Welthandel die Regeln der reichen Industriestaaten aufzudrücken. Ärmere Länder haben keine Chance, ihre Interessen geltend zu machen. TTIP setzt Standards – aber nicht für Menschenrechte, Arbeits- und Umwelt-Standards, sondern zur Absicherung der Wettbewerbsvorteile von EU und USA.“

Obwwohl das Thema bitter ernst ist, hilft doch die satirische Betrachtung in der heute show: 


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