Dienstag, 19. September 2017

#mogStories 10: Samson, Togo


Samson
Der Traum eines Menschen ist einzigartig, so wie auch die Geschichte eines jeden Menschen einzigartig ist. 

Während manch einer danach strebt, mit wenig Einsatz viel Geld zu verdienen, gibt es andere, die echte Ziele im Leben haben und diese mit allen Mitteln verwirklicht sehen möchten. Einer dieser Menschen ist Samson, 23, aus Lomé. Als 7. von 9 Kindern wird einem der Wunsch nach Individualität in Togo wahrlich nicht leicht gemacht. So studierte Samson zunächst einmal 2 Jahre lang Medizin, den Eltern zuliebe, da die Chancen als Arzt Geld zu verdienen nicht schlecht stehen. 

Aber Samson hatte einen anderen Traum. Schon mit 12 Jahren nahm er dafür das Lieblingskleid seiner Mutter auseinander, legte das Schnittmuster auf pagne-Stoff und nähte die einzelnen Teile per Hand zusammen. Samson wollte Designer werden, seiner Phantasie durch Kleidung Ausdruck verleihen und wie seine Vorbilder Karl Lagerfeld und Gianni Versace international erfolgreich werden. Als er mit 16 Jahren die Schule abbrechen wollte, um in die Modebranche einzusteigen, intervenierten die Eltern – wofür er Ihnen bis heute dankbar ist. Manche Entscheidungen sollte man doch besser treffen, wenn man erwachsen genug ist um deren Ausmaße abschätzen zu können. 

Togos bunte Vielfalt
Von der Entscheidung, das Medizin-Studium nach 2 Jahren abzubrechen, konnte ihn anschließend keiner abhalten. Seitdem geht Samson einer 3-jährigen, kostenpflichtigen Ausbildung als Stylist und Designer in einem Modeatelier in Lomé nach, für deren Finanzierung er Nachmittags kleine Auftragsarbeiten erledigt. Seit einem Jahr kann er sich nun kreativ ausleben und kommt so dem Traum, mit den eigenen Entwürfen Geld zu verdienen, ein Stückchen näher. Samson gehört mit seinem Zukunftswunsch zu der Generation, die Togo mit Eigeninitiative stärken möchte. Denn auch wenn er den Drang danach hat, die Welt zu bereisen und weltweit Erfahrungen in seiner Branche zu sammeln, möchte er langfristig in die Heimat zurückkehren. Der künftigen Jugend müssen ja schließlich Vorbilder zur Verfügung stehen.

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Über #mogStories


Mit #mogStories wollen wir Geschichten erzählen – die Geschichten derer, die uns bei der Stiftung managerohnegrenzen auf verschiedensten Wegen begegnen, mit denen wir zusammen arbeiten, die uns motivieren und berühren. Menschen mit Mut und Engagement, Größe und Überzeugung. Menschen die voranschreiten und nicht still stehen. Und deren Geschichten einfach mal erzählt werden müssen. Sie lassen uns Handeln. 
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