Mittwoch, 13. Mai 2015

Nepal: Was kommt nach der Nothilfe?

Die Nachrichten aus Nepal sind erschütternd: viele Tote und Verletzte, Menschen, die alles verloren haben, ein ohnehin schwer erreichbares Land, dessen Infrastruktur durch die schweren Erdbeben stark beeinträchtigt oder sogar ganz verwüstet wurde.



Selbstverständlich ist der erste Impuls, der uns überkommt, Hilfe leisten zu wollen. Aus der Ferne aus Europa geht dies am besten durch Spenden. Spenden, die die schlimme Not der Menschen lindern sollen. Spenden, die dafür sorgen sollen, dass Menschen mit dem Nötigsten wie Lebensmitteln, Medikamenten und einem provisorischen Dach über dem Kopf versorgt werden.

Ratlosigkeit der Menschen vor ihrem zerstörten Haus (T. Hoerz/ Caritas)
Auch Manager ohne Grenzen hat zu Spenden für Nepal aufgerufen. Durch den Einsatz unserer Managerin Ulrike Kessler, die zur Zeit des ersten Bebens im Land war, sind wir auch ganz unmittelbar von der Katastrophe betroffen- persönlich wie auch durch unser Projekt.

Bäuerin in ihrem zerstörten Dorf (T.Hoerz/ Caritas)

Aber: Wie kann also Hilfe für Nepal durch Manager ohne Grenzen aussehen?

Klar ist, mog macht keine Nothilfe. Hierfür sind wir nicht die Spezialisten. Es gibt andere Organisationen, die diese Aufgaben besser erfüllen können.
Die Stärken von mog liegen in anderen Bereichen und diese nutzen wir, um auch für Nepal Hilfe zu leisten. Das Team von Manager ohne Grenzen ist gut vernetzt- auch zu Organisationen, die Nothilfe leisten. Für das Dorf Duwakot, in dem unser Partner Anish lebt, stellen wir den direkten Kontakt zu humanitären Hilfsorganisationen her. So wird sichergestellt, dass auch den Familien, die alles verloren haben, zumindest vorübergehend geholfen wird.

Aber es muss auch nach der Nothilfe weitergehen. Hier setzen wir auf die konzeptionelle Stärke und Erfahrung von mog. Wir möchten im Rahmen eines Projektes dafür sorgen, dass ein nachhaltiger Wiederaufbau des Dorfes und seiner Strukturen gelingt. Erste Ideen gehen dahin, das Dorf autonom und ökologisch nach dem Vorbild der Global oder Sustainable Villages wieder aufzubauen. Dafür stehen wir in engem Austausch mit unserem Partner vor Ort. Die Planungen sollen frühzeitig beginnen, damit diese langfristige Hilfe möglichst schnell die Nothilfe ablösen kann.
Die Projektentwicklung wird durch das Kernteam von mog gesteuert. Unsere Arbeit setzt auf langfristige Existenzsicherung und gelingt nur durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. So stellen wir sicher, dass Spendengelder effizient, effektiv und nachhaltig verwendet werden.

Wir danken allen, die bereits gespendet haben, und rufen weiter zu Spenden zur Unterstützung unseres Engagements in Nepal auf.
Spenden können Sie hier: http://stiftung-managerohnegrenzen.de/spenden-direkt/

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