Freitag, 17. November 2017

Managerin ohne Grenzen Nicola: Ankunft in Indien

Volle Halle zur Jahresversammlung
Nicola in Südindien

Im September am Intensivseminar in Stuttgart teilgenommen, befindet sich Managerin Nicola seit einigen Tagen im Süden Indiens.
Die Organisation, für deren Beratung sie hinzugezogen wurde, hat sich zur Aufgabe gemacht das Leben der Armen in der Region zu verändern.

Organisationsstrukturen 

Dies geschieht vor allem durch die Gründung von SHGs (Self-Help-Groups), sogenannten Selbsthilfegruppen. In einer Gruppe befinden sich ca. 20 Personen mit ähnlichem sozialem Hintergrund, wie z.B. Frauen, Menschen mit Behinderung, Senioren oder Landwirte. Durch den Zusammenschluss zu einer Gemeinschaft wird dem Einzelnen mehr Stärke und Durchsetzungsvermögen verliehen, um die gemeinsamen Interessen sozial, wirtschaftlich, rechtlich und politisch durchzusetzen.

Frauengruppe auf dem Weg zur Veranstaltung
Um die Gruppen wirtschaftlich unabhängig zu machen, wurde ein Mikrokredit-System eingeführt. Jedes Gruppenmitglied zahlt dabei kleine, freiwillige Beträge auf ein gemeinsames Konto ein. Die gesammelten Summen können im Anschluss z.B. als Kredite an einzelne Gruppenmitglieder ausgezahlt werden, um so u.a. die Neugründung von Unternehmen zu ermöglichen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 hat die Organisation ca. 700 SHGs gegründet, welche sich mittlerweile auch untereinander austauschen und zusammenarbeiten. Das so entstandene Gruppen-Netzwerk wird außerdem für Weiterbildungsmaßnahmen und gemeinsame Fortbildungen genutzt.

Nicola wird feierlich begrüßt
Welcome!

Zum Einstieg in die kommenden, arbeitsreichen Wochen hatte Nicola letzte Woche die Gelegenheit, an einem jährlichen Treffen verschiedener Landwirtschafts- und Frauengruppen teilzunehmen.

Wir sind gespannt auf weitere Eindrücke aus Südindien!


Dienstag, 14. November 2017

Podiumsdiskussion mit "Up with People" in Stuttgart

Emmanuel (l.), Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Projektmanager Emmanuel Zinsu wurde letzte Woche eingeladen, die Leadership Conference der US-Organisation "Up with People" zu besuchen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Menschen durch Musik zu motivieren und zum Denken anzuregen.

Die Gruppe von ca. 100 jungen Menschen aus Denver/Colorado ist momentan auf Tour in Europa, die letzte Performance wird in Rom stattfinden: für den Papst höchstpersönlich.


Im Rahmen ihres Besuchs in Stuttgart fand die Leadership Conference statt, eine Podiumsdiskussion zum Thema "Sustainable Development Goals" (SDGs), die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Ziel der Diskussion war es, die jungen Menschen von "Up with People" dazu zu ermutigen, Botschafter für dieses Vorhaben zu werden. Ein Austausch persönlicher Erfahrungen diente als Inspirationsquelle für alle Teilnehmer. Im Fokus der Debatte stand die Frage danach, was Fortschritt und Leidenschaft für einen Menschen und dessen Umfeld bedeuten.

Beim Networking Ende des Abends konnte Emmanuel die Stiftung managerohnegrenzen vorstellen, wobei er sich auf das Promoten des Young Leader - Programms konzentrierte. Auch die Arbeit des von ihm ins Leben gerufenen "Think Tanks" der Stiftung stellte er vor. Das Highlight: der Besuch der Show von "Up with People" - einfach großartig.

Wir danken Engagement Global und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart für die Einladung!
Organisation: Popbüro Stuttgart.

Mittwoch, 8. November 2017

Neuigkeiten aus Uganda: Andrea im Einsatz


Mitarbeiter des Solar-Unternehmens
Das ortsansässige Solar-Unternehmen, welches Managerin Andrea zur Beratung hinzu gezogen hat, hat seit 2010 das Ziel, die arme BevölkerungUgandas mit Elektrizität durch erneuerbaren Energien zu versorgen.

Vor allem die Haushalte in den ländlichen Regionen Ugandas sollen in Zukunft Zugang zu bezahlbarem Strom und den dafür benötigten Solaranlagen haben.
Eine starke Vision des Unternehmens. Die großen Herausforderungen sind zum einen die Einkommensverhältnisse - über 50% der Bevölkerung hat ein Einkommen von unter 2$/Tag -  und die massive Konkurrenz im Solarmarkt in Uganda.

Das Ziel in den nächsten 3 Jahren über 3000 weitere Haushalte mit Elektrizität zu versorgen ist ein großer Schritt hin zur Verbesserung der Lebensverhältnisse. Mit der Installation eines Solarsystems fallen Kosten für Kerosin und Transport weg, welche dann für den Aufbau von kleinen Einkommensquellen und Bildung genutzt werden können.

Standort einer Niederlassung
Mit 20 Angestellten und 5 Niederlassungen befindet sich das Solar-Unrernehmen dabei schon auf einem guten Weg - die Wege hin zur  Professionalisierung und Weiterentwicklung der Organisation um das notwendige Wachstum zu gewährleisten, sollen gemeinsam  erarbeitet und umgesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit Andrea wird momentan die " Roadmap 2018 - 2021" entwickelt. Zentrale Handlungsfelder sind die Wachstumsstrategie, die Verkaufs- und Beschaffungsprozesse sowie das Kernstück: durch Ratenkauf gerade den Ärmsten in den ländlichen Gebieten den Zugang zu Elektrizität zu ermöglichen.

Dazu gehörte  u.a. die  Dokumentation der Hauptprozess, sowie klare Definition der Rollen und Verantwortlichkeiten zur strukturierten Führung des Unternehmens. Parallel hierzu wurde mit dem Führungsteam die Prinzipien der Zusammenarbeit sowie eine Führungs- und Vertriebsschulung erarbeitet.

Andrea (4.v.r.) mit dem Team des Solar-Unternehmens
Das Projekt wird durch Projektmanager Emmanuel Zinsu im Stuttgarter Büro von Deutschland aus betreut und unterstützt.

Montag, 6. November 2017

Spenden statt Schenken: Klaus Harders besonderes Abschiedsgeschenk

Klaus Harder beim Intensivseminar im September
Als Krankenpfleger hat er angefangen, als stellvertretender Geschäftsführer einer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist er nun in Rente gegangen: Klaus Harder hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, nach seiner beruflichen Laufbahn als Manager ohne Grenzen in den Einsatz zu gehen.

Nachdem er das vorbereitende Intensivseminar im September besucht hatte, stand auch schon die Verabschiedung in der Klinik bevor. Dazu ließ sich Klaus Ende Oktober unser Banner anliefern, um vor ca. 250 Mitarbeitern über die Arbeit der Stiftung managerohnegrenzen zu sprechen.
Vorstellung managerohnegrenzen in der Klinik
Damit wollte er nicht nur das Engagement der Stiftung vorstellen, sondern auch seinen anstehenden Einsatz als Manager ohne Grenzen promoten. Statt Abschiedsgeschenke wünsche sich der baldige Rentner einen finanziellen Beitrag von allen, die sein Vorhaben unterstützen. So haben die Kolleginnen und Kollegen also noch bis Ende November Zeit, sich an Klaus' Einsatzbereitschaft zu beteiligen.

Wir freuen uns schon auf das Ende des Jahres: dann entscheidet sich, welches Projekt Klaus Harder im kommenden Jahr mit Business Know-How unterstützen wird. Bis dahin werden schon einmal die Englisch-Kenntnisse wieder aufgefrischt.

Freitag, 27. Oktober 2017

Aktion 1000 für 1000! Spenden Sie jetzt!

Mit nur 1.000 € könnten Sie helfen, 1.000 neue Jobs zu generieren. Das ist das Ziel der Stiftung managerohnegrenzen, dafür bauen wir die Business HUBs in unseren Partnerländern auf.

Sind Sie dabei? Klicken Sie hier!





Mittwoch, 25. Oktober 2017

Ludwigsburger Kreiszeitung im Oktober

Heute druckfrisch: 
Die Arbeit der Stiftung managerohnegrenzen in der Ludwigsburger Kreiszeitung!
Wer kein Exemplar zur Hand hat: in der Spalte "Presse" unserer Website kann der Ausschnitt heruntergeladen werden.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!


Dienstag, 19. September 2017

#mogStories 10: Samson, Togo


Samson
Der Traum eines Menschen ist einzigartig, so wie auch die Geschichte eines jeden Menschen einzigartig ist. 

Während manch einer danach strebt, mit wenig Einsatz viel Geld zu verdienen, gibt es andere, die echte Ziele im Leben haben und diese mit allen Mitteln verwirklicht sehen möchten. Einer dieser Menschen ist Samson, 23, aus Lomé. Als 7. von 9 Kindern wird einem der Wunsch nach Individualität in Togo wahrlich nicht leicht gemacht. So studierte Samson zunächst einmal 2 Jahre lang Medizin, den Eltern zuliebe, da die Chancen als Arzt Geld zu verdienen nicht schlecht stehen. 

Aber Samson hatte einen anderen Traum. Schon mit 12 Jahren nahm er dafür das Lieblingskleid seiner Mutter auseinander, legte das Schnittmuster auf pagne-Stoff und nähte die einzelnen Teile per Hand zusammen. Samson wollte Designer werden, seiner Phantasie durch Kleidung Ausdruck verleihen und wie seine Vorbilder Karl Lagerfeld und Gianni Versace international erfolgreich werden. Als er mit 16 Jahren die Schule abbrechen wollte, um in die Modebranche einzusteigen, intervenierten die Eltern – wofür er Ihnen bis heute dankbar ist. Manche Entscheidungen sollte man doch besser treffen, wenn man erwachsen genug ist um deren Ausmaße abschätzen zu können. 

Togos bunte Vielfalt
Von der Entscheidung, das Medizin-Studium nach 2 Jahren abzubrechen, konnte ihn anschließend keiner abhalten. Seitdem geht Samson einer 3-jährigen, kostenpflichtigen Ausbildung als Stylist und Designer in einem Modeatelier in Lomé nach, für deren Finanzierung er Nachmittags kleine Auftragsarbeiten erledigt. Seit einem Jahr kann er sich nun kreativ ausleben und kommt so dem Traum, mit den eigenen Entwürfen Geld zu verdienen, ein Stückchen näher. Samson gehört mit seinem Zukunftswunsch zu der Generation, die Togo mit Eigeninitiative stärken möchte. Denn auch wenn er den Drang danach hat, die Welt zu bereisen und weltweit Erfahrungen in seiner Branche zu sammeln, möchte er langfristig in die Heimat zurückkehren. Der künftigen Jugend müssen ja schließlich Vorbilder zur Verfügung stehen.

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Über #mogStories


Mit #mogStories wollen wir Geschichten erzählen – die Geschichten derer, die uns bei der Stiftung managerohnegrenzen auf verschiedensten Wegen begegnen, mit denen wir zusammen arbeiten, die uns motivieren und berühren. Menschen mit Mut und Engagement, Größe und Überzeugung. Menschen die voranschreiten und nicht still stehen. Und deren Geschichten einfach mal erzählt werden müssen. Sie lassen uns Handeln. 
Business People Against Poverty.